Foto Buchcover . Maedchen aus Papier vorschau

Foto Buchcover . Maedchen aus PapierLesung von Sina Flammang aus ihrem Jugendroman „Mädchen aus Papier“

Am 6. Juli 2017 fand die erste Lesung in unserer Schulbibliothek für die 6. Klassen statt. Eingeladen war die in München lebende Autorin Sina Flammang, die Passagen aus ihrem aktuellen Jugendroman „Mädchen aus Papier“ vorlas und anschließend die Schülerinnen und Schüler mit originellen Aufgabenstellungen dazu animierte, selbst kleine Geschichten zu verfassen.

Zur Autorin

Sina Flammang, geb. 1986, entwickelte bereits während ihres Studiums der Literaturwissenschaft Drehbücher und schrieb Kurzgeschichten. 2011 erhielt sie den Förderpreis „Junge Ulmer Kunst“ und war 2014 mit „Mädchen aus Papier“ für den Kunst- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg nominiert.

Zum Buch

Mari ist drei, als ihre Schwester spurlos verschwindet. Seitdem schwebt der Schatten der verlorenen Tochter über ihrer Familie und drängt Mari ins Abseits. Als ihre Schwester Annika nach 13 Jahren wie aus dem Nichts wieder auftaucht, fühlt Mari sich mehr und mehr verdrängt, so sehr, dass ihr irgendwann nichts anderes übrigbleibt, als selbst zu verschwinden. Zusammen mit ihren Freunden macht sie sich zu einem irrwitzigen Trip nach Italien auf, um am Ende doch zurückzufinden.

 

Schülerinnen der Klasse 6a sprechen mit der Autorin Sina Flammang

Schülerinnen: Mit wie vielen Jahren haben Sie angefangen zu schreiben?

Sina Flammang: Ich habe angefangen, sobald ich schreiben konnte, also mit sieben Jahren. Meist habe ich damals Geschichten über Hunde geschrieben.

Schülerinnen: Was hat Sie dazu inspiriert, Bücher zu schreiben?

Sina Flammang: Andere Bücher. Ich habe immer schon viel gelesen, als Kind zum Beispiel Detektiv- oder Fantasiegeschichten, aber auch die Harry-Potter-Bücher waren meine Inspirationsquelle.

Schülerinnen: Was war Ihr Lieblingsbuch?

Sina Flammang: „Der Goldene Kompass“ (erstes Buch der Fantasy-Trilogie „His Dark Materials“ von P. Pullman) war mein absoluter Favorit.

Schülerinnen: Wie viele Bücher haben Sie schon verfasst und was ist Ihr eigenes Lieblingsbuch?

Sina Flammang: „Mädchen aus Papier“ ist mein erster Roman, aber ich habe auch schon einige Drehbücher geschrieben. Und von diesen ist mein Lieblingsbuch „Delfinensommer“, das gerade noch in der Entwicklung ist.

Schülerinnen: Woher hatten Sie die Idee zum Jugendroman „Mädchen aus Papier“?

Sina Flammang: Die Idee für das Buch kam aus dem Nichts, aber weil ich selbst eine Schwester habe, wollte ich darüber schreiben, wie es wäre, wenn man ein Familienmitglied verliert und dieses wieder auftaucht.

Schülerinnen: Wie lange haben Sie an Ihrem ersten Buch geschrieben?

Sina Flammang: Ungefähr ein Jahr, wobei hinzukam, dass ich gleichzeitig verschiedene Drehbuchprojekte hatte und die Schreibzeit aufteilen musste.

Schülerinnen: Wo schreiben Sie am liebsten Ihre Bücher?

Sina Flammang: Sehr gerne daheim und wenn es wärmer wird auf dem Balkon. Oft setze ich mich auch in ein Café. Man muss als Autorin aufpassen, dass man nicht den Kontakt zur Realität verliert und auch mal rausgeht.

Schülerinnen: Woher kommen die Ideen für die Bücher?

Sina Flammang: Sie kommen mir einfach ganz zufällig in den Kopf, manchmal aber auch dadurch, dass mein Blick bei einer wildfremden Person hängen bleibt. Diese inspiriert mich so, dass beispielsweise ihr Charakter in meinem Buch vorkommt.

Schülerinnen: Haben Sie ein Vorbild?

Sina Flammang: Ja, aber nicht nur eines! Meine Vorbilder sind z.B. Werke des russischen Schriftstellers A. Tschechow oder ein zeitgenössischer Roman von J. Meyerhoff: „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“.

Schülerinnen: Wollten Sie schon immer Autorin werden?

Sina Flammang: Ja, eigentlich schon. Nur in meiner Schulzeit wollte ich mal bei einem Verlag arbeiten oder Detektivin werden, aber Archäologin fand ich auch nicht schlecht.

Schülerinnen: Haben Sie noch eine Buchempfehlung für uns?

Sina Flammang: „Ja, sogar gleich zwei. Einmal natürlich „Der Goldene Kompass“, aber auch den Jugendroman „Tschick“ von W. Hermdorf empfehle ich weiter.

Das Gespräch führten Hannah Boom, Verena Neft und Anna Wollert

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