Journalistischer Schreibkurs

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P-Seminar "Lebenswert"

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p seminar lebenswert

„Das kalte Wasser ist schnell wärmer geworden."

Das P-Seminar mit Interviewten bei der Präsentation ihres Films „Lebenswert" in der Cafeteria des Theresien-Gymnasiums

Zwei Jahre Arbeit stecken in ihm und dann war es so weit: Der Film „Lebenswert" des gleichlautenden P-Seminars wurde in der Cafeteria des Theresien-Gymnasiums vorgeführt. Unter der Leitung von Sozialkundelehrer Johannes Schittler filmten und interviewten die Abiturienten des Jahrgangs 2013/15 Menschen mit einer packenden Lebensgeschichte. Ziel des Films war es zu zeigen, was das Leben der sechs interviewten Personen für sie persönlich lebenswert macht. Der journalistische Schreibkurs hat nachgehakt. Amelie Loder (Foto: 6. Person von links) über das P-Seminar „Lebenswert".

Der Film, den du mit deinem P-Sminar gedreht hast, heißt „Lebenswert". Was macht denn dein Leben lebenswert?

Huh, das ist eine schwierige Frage. Die habe ich bisher nur anderen gestellt. (lacht) Also, ich würde sagen, Beziehungen zu Menschen, die mir wichtig sind, und - was auch einer unserer Interviewpartner gesagt hat - der Wissenszuwachs: neue Dinge zu erleben und zu erfahren, zu lernen, vielleicht nicht unbedingt in der Schule, aber im Leben.

Hat sich deine Auffassung zu dieser Frage denn durch das P-Seminar geändert?

Ich habe mich schon entwickelt im Seminar, aber ich würde sagen, dass sich der Lebenswert für mich durch das P-Seminar nicht verändert hat.

Was ist denn ein P-Seminar? Wenn du das einem Erstklässler erklären müsstest, was wäre deine Antwort?

Wir sind mit unserem P-Seminar ein bisschen am Ziel vorbeigeschrappt. Denn eigentlich soll es darum gehen, dass man eine Aufgabe, für die man schon die Methoden, also das Werkzeug, hat, zusammen löst. Aber wir wussten vorher nichts darüber, wie man einen Film dreht. Und es geht darum, zusammen ein Projekt durchzuführen, es geht also viel um Teamarbeit. Wir haben auch sehr selbstständig gearbeitet, was ich ziemlich wichtig und gut finde.

Wofür steht das P? Für „Projekt"?

Nein, für „propädeutisch".

Propädeutisch. Es soll die Schüler also auf ein Studium oder die Arbeit vorbereiten, weil darin das Projektmanagement mittlerweile eine wichtige Rolle spielt. Würdest du denn sagen, dass dein P-Seminar in dieser Hinsicht erfolgreich war?

Herr Schittler hat uns da eine schwierige Aufgabe gegeben und wir hatten schon Probleme damit, was uns aber im Nachhinein ein ganz gutes Gefühl gibt, weil wir es gar nicht so schlecht gemacht haben, die Aufgabe zu lösen.

Ein Erfolg auf ganzer Linie?

Wir hatten sehr viele Freiräume und das war für uns ziemlich schwierig, damit umzugehen, ohne Druck zu arbeiten. In dieser Hinsicht würde ich sagen, haben wir durch das Seminar nicht so viel gelernt, weil es uns immer noch schwer fällt, ohne Druck zu arbeiten.

Man muss uns Schülern erst auf die Füße treten, damit wir was tun?

Ja. Und ich bin deshalb auch nicht so begeistert von unserem Schulsystem, dass wir so viel kontrolliert werden und so viel nur tun, wenn wir es tun müssen. Das ist uns allen auch im Seminar klar geworden, dass wir das gar nicht mehr können, ohne Druck, freiwillig an etwas zu arbeiten. Das ist schon so fest in uns. Das konnte das Seminar daher auch nicht wirklich in uns ändern. Aber wir haben nun nach der Premiere des Films auf jeden Fall das Gefühl, etwas Schönes zusammen gemacht zu haben, weil es den Leuten gefallen hat.

Kann man also in der Schule tatsächlich was für´s Leben lernen?

Ja, schon. Viele bei uns im P-Seminar haben gesagt, dass das das Interessanteste war in der gesamten Schulzeit. Ich denke, ganz viel lernt man durch den Kontakt zu anderen Menschen und in der Schule, und ganz besonders im P-Seminar, hat man den.

Du hast ja gerade erklärt, dass nicht alles rund lief. Beschreibe doch mal für uns den Moment, in dem du ins kalte Wasser geworfen wurdest.

Die größte Überwindung war es für mich eigentlich, Menschen zu interviewen. Ich habe zwei Leute interviewt, der eine Mann saß im Rollstuhl. Und das ist ja schon schwierig. Für mich ging es zwar, weil ich über meine Eltern auch viel Kontakt zu Menschen mit Behinderungen habe, aber es war trotzdem... Naja, man macht sich mehr Gedanken dazu, wie man sich verhalten soll. Wir haben ihn das erste Mal getroffen, und das Schlimmste war eigentlich meine Angst im Vorfeld, dass ich irgendetwas nicht schaffen könnte oder dass etwas schief geht, aber in dem Moment, als ich ins kalte Wasser geworfen wurde, hat sich schnell herausgestellt, dass es gar nicht so schlimm ist.

Das kalte Wasser ist also schnell wärmer geworden?

(lacht) Ja.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führten Beate Fleps und Valentin Kurbel aus dem journalistischen Schreibkurs.


  

 

 

 

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